TSK Bamberg - Alba Berlin Fred Williams Gamewinner
Am Ende war es Glück, aber das Glück des Tüchtigen. Als Fred Williams mit der Schlusssirene einen Dreier aus neun Metern Distanz zum 75:73 versenkte, machte er einen verdienten Sieg für den Außenseiter TSK Bamberg über den deutschen Meister Alba Berlin in der Basketball-Bundesliga perfekt.Nur 3,6 Sekunden hatte der US-Amerikaner Zeit, um beim dritten Versuch zum einzigen Mal von jenseits der 6,25 Meter zu treffen und aus einer Niederlage einen Erfolg zu machen. Er verwandelte das Bamberg Forum in ein Tollhaus und bewies den 3600 begeisterten Zuschauern: Auch in der neuen Halle sind Basketball-Wunder möglich. Center Chris Ensminger, der sich den Fuß umgeknickt hatte und das Geschehen von der Bank aus beobachtete, erklärt, warum die Überraschung gelang: „Wir waren immer in Führung, und als es eng wurde, gaben wir nie auf. Wir haben konstant gespielt, ohne Hochs und Tiefs."Der hohe Favorit aus Berlin, der ohne die Nationalspieler Marko Pesic und Mithat Demirel sowie den tschechischen „Turm" Jiri Zidek auskommen musste, bestand lange Zeit nur aus Wendell Alexis, der mit 27 Punkten für über ein Drittel der Alba-Zähler verantwortlich war. Erst nach der Halbzeit entlasteten ihn seine Mitspieler stärker -- bis auf Center-Kollege Teoman Öztürk, der einen miserablen Tag erwischt hatte und mit seiner Trefferquote aus dem Feld von indiskutablen 14 Prozent ein Grund für die zweite Niederlage der Hauptstädter in der noch jungen Bundesliga-Saison war.